Die Top 10 Prozent der Versicherer mit fortgeschrittener KI wachsen 21 Prozent stärker. Der Rest steckt im Piloten. Der Unterschied ist nicht das Modell.

Mai 21, 2026
Transformation
Der Beweis ist da
Lange war der Geschäftsnutzen von KI eine Glaubensfrage. Jetzt liegen Zahlen vor. Laut dem World Property & Casualty Insurance Report 2026 des Capgemini Research Institute erzielen die Top 10 Prozent der Versicherer mit fortgeschrittenen KI-Fähigkeiten ein um 21 Prozent höheres Umsatzwachstum als ihre Wettbewerber. Sie profitieren zusätzlich von einer deutlich besseren Börsenentwicklung.
Die übrige Branche verharrt vielfach in Pilotprojekten und Proof-of-Concept-Phasen. Der Abstand zwischen Vorreitern und Verfolgern ist messbar geworden.
Wer nicht misst, kann nicht skalieren
Eine Zahl erklärt das Auseinanderdriften: 42 Prozent der Versicherer erfassen bislang keine KI-Kennzahlen. Ohne Messung fehlt die Grundlage, den Nutzen von KI-Initiativen zu belegen und Budget für die Skalierung zu rechtfertigen. Der Pilot bleibt Pilot, weil niemand beweisen kann, dass er sich lohnt.
Die Vorreiter machen es anders. Sie betten KI von Anfang an in die Geschäftsstrategie ein und messen sie wie jede andere Investition.
Change schlägt Technologie
Im Vergleich zum Branchendurchschnitt investieren die Vorreiter deutlich stärker in organisatorische Veränderung und Qualifizierung. Sie setzen fast viermal häufiger auf umfassendes Change Management, verfügen häufiger über Strukturen für erklärbare KI und verankern KI-Kompetenz in Stellenprofilen. Der Vorsprung kommt nicht aus dem besseren Modell. Er kommt aus der besseren Organisation drumherum.
Voraussetzung für den Wettbewerbsvorteil ist, dass KI von Anfang an in die Geschäftsstrategie eingebettet wird, nicht als Technik-Experiment am Rand.
Wir verankern KI dort, wo sie messbaren Umsatz bewegt, mit Kennzahlen, Change und erklärbaren Entscheidungen. Ein Workshop setzt den Rahmen.


