KI im Maklervertrieb: 7 Fragen, die Maklerbetreuer jetzt gestellt bekommen

KI im Maklervertrieb: 7 Fragen, die Maklerbetreuer jetzt gestellt bekommen

Makler fragen ihre Betreuer 2026 nicht mehr, ob KI kommt, sondern wie. Sieben Fragen aus dem Makleralltag und ehrliche Antworten, von Dunkelverarbeitung bis BiPRO.

Jun 16, 2026

Markt

Maklerbetreuer bekommen jetzt KI-Fragen, nicht KI-Folien

Noch vor zwei Jahren hielten Versicherer ihren Maklern Vorträge über KI. Heute drehen die Makler den Spieß um und fragen zurück. Makler fragen ihre Betreuer 2026 nicht mehr, ob KI kommt, sondern wie sie sie im eigenen Haus rechtssicher und nutzbringend einsetzen, und die ehrliche Antwort lautet selten Werkzeug, sondern Prozess.

Ersetzt KI den Maklerbetreuer?

Nein, sie verschiebt seine Rolle. Routinekontakt wandert ohnehin in Sachbearbeitung und Fachabteilungen ab. Der Betreuer, der KI-Themen einordnen und dem Makler beim Einstieg helfen kann, wird wertvoller, nicht überflüssig. Aus dem Informationslieferanten wird ein Übersetzer.

Was kann KI im Makleralltag heute konkret?

Vor allem wiederkehrende Arbeit. In der Schadenbearbeitung beschleunigt sie die Fallprüfung, in der Vertragsbearbeitung verkürzt sie die Durchlaufzeit. Beim AssCompact Schadensymposium 2025 brachte es der Praktiker Thomas Fischer-Seidl auf den Punkt, dass sich nahezu jeder sich wiederholende Prozess automatisieren lässt, bis hin zur Dunkelverarbeitung.

Wie stehen Makler aktuell zu KI?

Gespalten. Laut der Studie AssCompact Trends II/2024 finden 46 Prozent der Makler KI grundsätzlich positiv, 41 Prozent sind skeptisch und 5 Prozent lehnen sie ab. Der Betreuer trifft also gleichzeitig auf Neugier und auf Vorbehalt, und beide verdienen eine ehrliche Antwort.

Was hat BiPRO mit KI zu tun?

Mehr, als viele denken. Die BiPRO-Normen liefern den standardisierten Datenaustausch zwischen Makler und Versicherer, inklusive Dunkelverarbeitung und digitaler Maklerpost. Ohne saubere, strukturierte Daten aus diesen Schnittstellen bleibt KI im Maklerbüro Stückwerk. BiPRO ist das Fundament, KI der Aufbau darauf.

Ist der Einsatz mit der Regulatorik vereinbar?

Ja, aber mit Pflichten. Seit dem 2. Februar 2025 verlangt der EU AI Act ausreichende KI-Kompetenz beim Personal jedes Betreibers. Wer KI einführt, muss seine Leute schulen, und zwar bevor etwas schiefgeht, nicht danach.

Wo fängt ein Maklerhaus an?

Beim Prozess, nicht beim Werkzeug. Der Makler SÜDVERS etwa hat zuerst eine KI-Umsetzungsstrategie erarbeitet und die KI-Kompetenz der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt gestellt, bevor das technische Rollout kam, ausdrücklich auch wegen des Fachkräftemangels. Reihenfolge schlägt Tempo.

Und was heißt das für die Maklerbetreuung?

Sie wird zum Erklärer dieses Wandels. Wer dem Makler hilft, KI sinnvoll einzuordnen und an BiPRO-Prozesse anzudocken, bindet stärker als jeder Quartalsbesuch. Das passt zu der Beobachtung, dass Maklerbetreuung zur strategischen Funktion wird. Und der Druck dahinter, der Fachkräftemangel, trifft Makler und Versicherer gleichermaßen. Wenn Sie Ihre Maklerbetreuung so aufstellen wollen, dass sie beim Thema KI Antworten gibt statt Folien, sprechen wir darüber in einer Sotica-Sprechstunde.

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