Case Study

KI-Adoption: Sparkasse steigert KI-Nutzung um mehr als das Zehnfache

KI-Adoption in einer Sparkasse: Nutzung je Mitarbeitendem und Monat in sechs Monaten mehr als verzehnfacht, ohne neue Tools.

Organisation und Kultur

6 min Lesezeit

Arbeitsplätze am Fenster in einem hellen Büro

über 10x

Höhere KI-Nutzung je Mitarbeitendem

6 Monate

Von der Reifegradanalyse zur breiten Anwendung

rund 5 Mrd. €

Bilanzsumme organisationsweit befähigt

Auf einen Blick

Eine Sparkasse mit rund fünf Milliarden Euro Bilanzsumme steigerte die KI-Nutzung je Mitarbeitendem und Monat von unter zwei auf rund 20 Anfragen, mehr als das Zehnfache. Erreicht wurde das innerhalb von sechs Monaten, ohne neue Tools einzuführen. Der Hebel waren konkrete Anwendungsfälle je Fachbereich, ausgebildete Multiplikatoren in den Teams und kurze Lernformate im Arbeitsrhythmus.

Der Kunde

Eine Sparkasse mit rund fünf Milliarden Euro Bilanzsumme, breit aufgestellt im Privat- und Firmenkundengeschäft, mit bereits freigegebenen KI-Tools im Arbeitsalltag.

Ausgangslage

Die Tools waren eingeführt, die Freigaben erteilt, die Schulungsangebote vorhanden. Genutzt wurde trotzdem kaum: Im Durchschnitt entfielen auf eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter weniger als zwei Anfragen pro Monat. KI blieb damit eine Randnotiz statt eines Arbeitsmittels, die Investition zahlte sich nicht in Ergebnissen aus.

In der Wahrnehmung des Managements war das Thema erledigt, in der Wirkung war es nicht angekommen.

Herausforderung

Fehlende Nutzung ist selten ein Technikproblem. Es fehlten konkrete Anlässe im eigenen Arbeitsalltag, sichtbare Vorbilder in den Teams und die Sicherheit, dass Anwendung erlaubt und erwünscht ist. Ein weiteres Schulungsangebot hätte daran nichts geändert.

Erschwerend kam hinzu, dass niemand wusste, wo im eigenen Bereich der Einsatz tatsächlich Zeit spart und wo er nur zusätzliche Arbeit erzeugt.

Vorgehen

Wir sind mit einer Reifegradanalyse gestartet und haben von dort aus Schritt für Schritt echte Nutzung aufgebaut:

Säulenmodell. Dach: KI als Arbeitsmittel im Alltag. Vier Säulen: Anlässe durch Anwendungsfälle je Fachbereich mit fertigen Formulierungshilfen, Vorbilder durch Multiplikatoren, die die Anwendung in den Teams vorleben, kurze wiederkehrende Lernformate im Arbeitsrhythmus, ausdrückliche Kommunikation der Führung, dass die Nutzung erwünscht ist. Fundament: vorhandene Ausstattung, keine neuen Tools.
  • Reifegradanalyse je Fachbereich, um zu erheben, wo KI im Tagesgeschäft tatsächlich Zeit spart und wo nicht

  • Ableitung konkreter Anwendungsfälle je Bereich statt allgemeiner Beispiele

  • Fertige Formulierungshilfen zu den Anwendungsfällen, direkt einsetzbar im Tagesgeschäft

  • Ausbildung von Multiplikatoren in den Fachbereichen als erste Ansprechpartner vor Ort

  • Multiplikatoren leben die Anwendung in ihren Teams vor

  • Kurze, wiederkehrende Lernformate im Arbeitsrhythmus statt einmaliger Schulungstermine

  • Ausdrückliche Kommunikation der Führungskräfte, dass die Nutzung erwünscht ist

Neue Tools kamen nicht zum Einsatz, genutzt wurde die vorhandene Ausstattung. Die Nutzung haben wir laufend gemessen und die Formate dort nachgeschärft, wo sie nicht ankamen. Von der ersten Reifegradanalyse bis zur breiten Anwendung im gesamten Institut vergingen sechs Monate.

Ergebnisse

  • Die Nutzung stieg innerhalb von sechs Monaten von unter zwei auf rund 20 Anfragen je Mitarbeitendem und Monat

  • Die Ergebnisqualität der Anwendung verbesserte sich spürbar, weil Anwendungsfälle und Formulierungshilfen vorgegeben waren

  • Multiplikatoren tragen das Thema heute eigenständig in ihre Bereiche weiter

  • Die Unsicherheit, ob die Nutzung erwünscht ist, ist durch die klare Haltung der Führung aufgelöst

  • Die Organisation verfügt über ein wiederholbares Vorgehen für die Einführung weiterer Anwendungen

  • Die höhere Nutzung ist organisationsweit verankert, in einem Institut mit rund fünf Milliarden Euro Bilanzsumme

Vorher-nachher-Vergleich der KI-Anfragen je Mitarbeitendem und Monat: vorher unter 2, nach sechs Monaten rund 20, mehr als das Zehnfache, ohne neue Tools.

Was andere Sparkassen daraus mitnehmen

Freigabe ist nicht Einführung. Die meisten Sparkassen messen den Erfolg an der Verfügbarkeit der Tools und wundern sich über die Nutzungszahlen. Drei Hebel wirken: Anwendungsfälle je Bereich statt allgemeiner Beispiele, Multiplikatoren in den Fachbereichen statt in der IT, und eine ausdrückliche Aussage der Führung, dass die Nutzung erwünscht ist. Ohne den dritten Punkt bleibt die Unsicherheit, ob das eigentlich erlaubt ist.

Häufige Fragen

Warum werden freigegebene KI-Tools in Sparkassen kaum genutzt?
Weil konkrete Anlässe im eigenen Arbeitsalltag fehlen, Vorbilder in den Teams fehlen und unklar ist, ob die Nutzung erwünscht ist.

Bringen zusätzliche Schulungen die Nutzung nach oben?
In der Regel nicht. Wirksamer sind kurze, wiederkehrende Formate im Arbeitsrhythmus und fertige Anwendungsfälle je Bereich.

Woran lässt sich KI-Adoption messen?
An Anfragen je Mitarbeitendem und Monat, differenziert nach Bereich. Hier stieg der Wert in sechs Monaten von unter zwei auf rund 20.

Baut die höhere KI-Nutzung Stellen ab?
Nein. Es geht um Zeit im Tagesgeschäft, nicht um Personalabbau. Die gewonnene Zeit fließt in andere Aufgaben im jeweiligen Bereich.

Sotica Case Studies

Projekte aus der Beratungspraxis

Ähnliche Ausgangslage?

Gemeinsam klären, was davon übertragbar ist.

Sotica ist eine Unternehmensberatung mit Sitz in München. Für alle Aufträge gelten unsere AGB. Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information. Sotica ist eine eingetragene Marke. © 2026 Sotica. Alle Rechte vorbehalten.

Sotica ist eine Unternehmensberatung mit Sitz in München. Für alle Aufträge gelten unsere AGB. Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information. Sotica ist eine eingetragene Marke. © 2026 Sotica. Alle Rechte vorbehalten.

Sotica ist eine Unternehmensberatung mit Sitz in München. Für alle Aufträge gelten unsere AGB. Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information. Sotica ist eine eingetragene Marke. © 2026 Sotica. Alle Rechte vorbehalten.