Case Study

KI-Strategie challengen: über 5 % Effizienzgewinn in 6 Monaten

Vorhandene KI-Strategie einer Volksbank gechallenged statt neu gebaut: über 5 Prozent Effizienzgewinn für die ersten sechs Monate prognostiziert.

Geschäftsmodell und Innovation

4 min Lesezeit

Leerer Besprechungsraum mit Fensterfront

über 5 %

Effizienzgewinn in sechs Monaten, prognostiziert

6 Monate

Betrachtungszeitraum der Prognose

70 %

der KI-Initiativen laufen isoliert (Cofinpro)

Auf einen Blick

Eine Volksbank hatte bereits eine KI-Strategie. Statt sie neu zu schreiben, haben wir sie Annahme für Annahme gechallenged und bis in die Handlungsmaßnahmen durchgezogen. Prognostiziert sind über 5 Prozent Effizienzgewinn für die ersten sechs Monate, mittelfristig mit weiterer Skalierung. Die vorhandene Strategie blieb bestehen und wurde umsetzungsfähig gemacht.

Der Kunde

Eine Volksbank, eingebunden in die genossenschaftliche FinanzGruppe.

Ausgangslage

Eine KI-Strategie lag bereits vor. Die Frage war nicht, ob es eine gibt, sondern ob sie trägt. Zwischen dem verabschiedeten Papier und dem, was in den Bereichen tatsächlich passierte, klaffte eine Lücke, die niemand systematisch benannt hatte.

Herausforderung

In der Studie „KI in Banken 2025“ von Cofinpro und VÖB-Service sehen 48 Prozent der Befragten KI in der Unternehmensstrategie verankert, 70 Prozent sagen, die KI-Projekte ihres Instituts seien meist isolierte Einzelinitiativen. Eine Strategie auf Papier ist kein Ergebnis. Für dieses Institut war die naheliegendere Frage deshalb nicht eine neue Strategie, sondern ob die vorhandene bis in die Handlungsmaßnahmen reicht. Das verlangt eine ehrliche Prüfung statt eines neuen Konzepts, und damit auch die Bereitschaft, eigene Annahmen infrage stellen zu lassen.

Balkendiagramm, Zustimmung der Befragten in Prozent: 48 Prozent sehen KI in der Unternehmensstrategie verankert, 70 Prozent sagen, die KI-Projekte ihres Instituts seien meist isolierte Einzelinitiativen. Quelle: Cofinpro und VÖB-Service, Studie KI in Banken 2025.

Vorgehen

Wir haben die vorhandene KI-Strategie gechallenged, Annahme für Annahme:

  • Systematischer Abgleich jeder strategischen Aussage mit der tatsächlichen Umsetzung in den Bereichen

  • Prüfung, ob eine Aussage im Papier eine Entsprechung in Zuständigkeit, Ressourcen und Zeitplan hat oder nur eine Absicht beschreibt

  • Identifikation von Potenzialfeldern, um von der KI-Vision bis in die konkreten Handlungsmaßnahmen sinnvolle Optimierungen anzugehen

  • Klärung der organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen, ohne die auch gute Tools liegen bleiben, also Rollen und Entscheidungswege

  • Verankerung der geprüften Maßnahmen im Tagesgeschäft

Entscheidungsbaum mit drei Prüffragen je strategischer Aussage: Ist eine Zuständigkeit benannt? Wenn nein, Zuständigkeit klären. Sind Ressourcen zugeordnet? Wenn nein, Ressourcen zuordnen. Gibt es einen Zeitplan? Wenn nein, Zeitpunkt festlegen. Sind alle drei erfüllt, beschreibt die Aussage eine Maßnahme statt einer Absicht.

Geprüft wurde die Strategie in ihrer Gesamtheit, bevor priorisierte Maßnahmen in die Umsetzung gingen. Der Effizienzgewinn ist für die ersten sechs Monate nach Anlauf der priorisierten Maßnahmen prognostiziert, mittelfristig mit weiterer Skalierung.

Ergebnisse

  • Über 5 Prozent Effizienzgewinn für die ersten sechs Monate, prognostiziert, mittelfristig weiter skalierend

  • Jede strategische Aussage hat eine Entsprechung in Zuständigkeit, Ressourcen und Zeitplan

  • Die vorhandene Strategie blieb bestehen und wurde umsetzungsfähig gemacht

  • Das Institut nutzt seitdem Tools mit erprobten Ergebnissen statt unspezifischer Anschaffungen

  • Die organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen, Rollen, Entscheidungswege und Verankerung im Tagesgeschäft, sind geklärt

Was andere Genossenschaftsbanken daraus mitnehmen

Nicht jede Genossenschaftsbank braucht eine neue KI-Strategie. Die häufigere Lücke sitzt zwischen Papier und Umsetzung, und die lässt sich nicht durch ein weiteres Papier schließen. Der Prüfmaßstab ist einfach: Hat jede strategische Aussage eine Zuständigkeit, Ressourcen und einen Zeitpunkt. Wo das fehlt, beschreibt der Satz eine Absicht und keine Maßnahme.

Häufige Fragen

Wann lohnt es sich, eine bestehende KI-Strategie zu challengen statt neu zu schreiben?
Immer dann, wenn die Strategie inhaltlich trägt, aber in der Umsetzung nicht ankommt. Ein Neubau kostet Zeit und verliert die im Institut bereits erreichte Zustimmung.

Woran ist eine nicht umsetzungsfähige Strategie zu erkennen?
An Aussagen ohne Zuständigkeit, ohne Ressourcen und ohne Zeitpunkt sowie an Initiativen, die isoliert in einzelnen Bereichen laufen. In der Studie von Cofinpro und VÖB-Service sagen 70 Prozent der Befragten, die KI-Projekte ihres Instituts seien meist isolierte Einzelinitiativen.

Wird die bestehende Strategie durch das Challengen verworfen?
Nein. Die vorhandene Strategie blieb in diesem Fall bestehen und wurde lediglich bis in die Handlungsmaßnahmen umsetzungsfähig gemacht.

Was bringt das messbar?
Für dieses Institut über 5 Prozent Effizienzgewinn für die ersten sechs Monate, prognostiziert und mittelfristig weiter skalierend.

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Sotica ist eine Unternehmensberatung mit Sitz in München. Für alle Aufträge gelten unsere AGB. Die Inhalte dieser Website dienen der allgemeinen Information. Sotica ist eine eingetragene Marke. © 2026 Sotica. Alle Rechte vorbehalten.

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